Damit verletzte Muskeln, Sehnen und Knochen schneller heilen können
- Sie haben einen Tennis-Ellenbogen, der trotz Behandlung weiterhin schmerzt?
- Die Achillessehne ist gereizt und Sie können kaum noch laufen?
- Der Knorpel im Knie- oder Sprunggelenk ist beschädigt, sodass Sie beim Gehen und Laufen Schmerzen haben?
Wenn ja, dann könnte dieser Artikel im Ärzte-Blog spannend für Sie sein.
(Quelle: dreamstime.com)
Zum Lesen brauchen Sie 5 Minuten. Danach können Sie folgende Fragen beantworten:
- Was bedeutet die Abkürzung ACP?
- Wie viel Eigenblut entnehmen Ärzte für die ACP-Behandlung?
- Warum kommt das Blut in eine Zentrifuge?
- Für wie viele Wachstumsfaktoren gibt es bereits eine gute Dokumentation?
- Bei welchen Beschwerden ist die ACP-Therapie zu empfehlen?
Knorpelschäden im Kniegelenk: Die Heilung kommt durch eine ACP-Behandlung in Gang bzw. wird beschleunigt. (Quelle: dreamstime.com)
Die Selbstheilungskräfte durch Eigenblut anregen
Jeder Mensch und damit jede Gewebeart besitzt eine mehr oder weniger starke Selbstheilungskraft. Dementsprechend schnell oder langsam laufen die Heilungsprozesse ab. Es gab schon immer den Wunsch,
- diese Vorgänge zu beschleunigen,
- die Prozesse bei mangelnder Heilkraft in Gang zu setzen und darüber hinaus
- die Selbstheilung ohne Fremdmittel nur mit körpereigenem Material zu ermöglichen.
Wie es scheint, lassen sich diese Kriterien mit Eigenblut erfüllen. Die Abkürzung dafür lautet ACP, sie steht für Autologous Conditionated Plasma.
Wie läuft die Eigenblut-Behandlung ab?
Wir entnehmen hierzu 10 ml venöses Blut. Anschließend erfolgt eine Plasmapherese, bei der sich die festen Blutbestandteile vom Plasma trennen. In dem Plasma wiederum finden sich Blutplättchen (Thrombozyten), wichtige Zellen für die Blutgerinnung und Blutstillung sowie Träger von Wachstumsfaktoren. Nach fünf Minuten Zentrifugieren lassen sich 3 bis 5 ml Thrombozyten-Konzentrat gewinnen.
Der Effekt: Sobald die Thrombozyten außerhalb der Blutbahn aktiviert werden, setzen sie Wachstumsfaktoren frei. Das so gewonnene Plasma wird an den betroffenen Stellen eingespritzt und die natürlichen Heilungsprozesse kommen in Gang bzw. werden beschleunigt.
Mehr Thrombozyten im Plasma
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch das ACP-Verfahren die Dichte der Thrombozyten im Vergleich zum Vollblut verdoppeln lässt. Auch die Konzentration der Wachstumsfaktoren erhöht sich, gut dokumentiert sind sieben Wachstumsfaktoren:
- PDGF-ab (Platelet Derived Growth Factor): mehr als 25-fach höher
- EGF (Epidermal Growth Factor), VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) und PDGF-bb: fünf bis elf mal höher
- IGF-1(Insulin-like Growth Factor), TGF-b1 und –b2 (Transforming Growth Factor): bis zum Fünffachen.
Bei beschädigtem Knorpel im Sprunggelenk lässt sich die ACP-Behandlung einsetzen. (Quelle: dreamstime.com)
Welche Gewebearten sprechen auf Wachstumsfaktoren besonders gut an?
Besonders geeignet sind das Muskelgewebe, Sehnen, Knochen und Knorpel. Wir verwenden die ACP-Therapie deshalb bei:
- Bänder- und Sehnenverletzungen, z. B. Tennis-Ellenbogen, Patellar- und Quadrizeps-Sehnensyndrom, Reizung der Achillessehnen und Plantarfaszien
- Muskelfaserrissen und -ansatzreizungen
- Knorpelschäden vom Grad I bis III in kleinen und großen Gelenken der oberen und unteren Extremitäten.
Aktueller Stand der ACP-Forschung
Die Behandlung mit autologen Wachstumsfaktoren ist eine viel versprechende Behandlungsmethode, die in ihrem ganzen Heilungspotential noch nicht vollständig erforscht ist. Zurzeit werden an bedeutenden Laboratorien weitere biochemische Vorgänge und Wechselwirkungen mit Medikamenten untersucht, um die Wirksamkeit mit so genannten Level-1-Studien zu belegen. Ergebnisse sind viel versprechend
Die bereits vorliegenden Behandlungsergebnisse sind so erfolgreich, dass wir den betroffenen Patienten diese Therapie – nach dem Ausschöpfen herkömmlicher Methoden – nicht vorenthalten wollen. Die Behandlung erfolgt nur auf privater Basis und wird von den gesetzlichen Kassen noch nicht erstattet.
Profisportlern dürfen wir ACP nicht anbieten, weil es sich dabei um eine Behandlung mit Eigenblut handelt und noch keine Freigabe der Antidoping-Agentur vorliegt.